Fahnen gehisst in Heusenstamm: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Fahnen gehisst in Heusenstamm: Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist ein jährlich am 25. November stattfindender Aktionstag, zu dem seit über 40 Jahren Frauen- und Menschenrechtsorganisationen zur Solidarität mit gewaltbetroffenen Frauen aufrufen.
Auch die städtischen Frauenbeauftragten Katrin Roth und Gundi Wilz haben sich dem Aufruf erneut angeschlossen und beteiligen sich an der Kampagne des bundesweiten Hilfetelefons. Unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“ soll so ein deutschlandweites sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden. Dieses solidarische Zeichen wird in Heusenstamm besonders vor dem Schlossrathaus sichtbar, wo wir heute gemeinsam mit die Fahnen des Hilfetelefons für eine Woche gehisst haben. Neben dem Aufhängen der Fahnen sind außerdem viele städtische Einrichtungen an einer Plakataktion beteiligt, die Ausgangspost der Stadtverwaltung wird mit einem Stempel zum Gedenktag versehen und im Rathausfoyer, Im Herrngarten 1, ist ein Informationstisch aufgebaut.
Natürlich bieten die Mitarbeiterinnen des Familien- und Frauenbüros im Rathaus auch im Alltag telefonisch Beratung zu diesem und weiteren Themen telefonisch unter 06104 607-1717 an. „Leider gehört auch in Deutschland Gewalt zum Erfahrungshorizont vieler Frauen und Mädchen, die Frauenhäuser sind überfüllt und das Thema wird gesellschaftlich meist bagatellisiert und unterschätzt“, so Katrin Roth vom Frauenbüro. Das Vorkommen von geschlechtsspezifischer Gewalt betrifft alle Bildungs- und Einkommensschichten gleichermaßen und existiert in allen Altersgruppen, Nationalitäten und Kulturen. Das reicht von subtilen Formen der Gewaltausübung über Demütigungen, Beleidigungen, Einschüchterungen, Bedrohungen, Misshandlungen und Freiheitsberaubungen bis hin zu Vergewaltigungen oder gar zur versuchten oder vollendeten Tötung. „Jeden dritten Tag kommt es in unserem Land zu einem geschlechtsspezifischen Mord an Frauen, dem sogenannten Femizid. Das sind im Jahr 122 Frauen, die wegen ihres Frauseins ums Leben kommen“, ergänzt Roth.
Konkrete Hilfestellung
Mit der diesjährigen Kampagne soll die Bekanntheit des Hilfetelefons gesteigert werden. Die Hotline steht allen von Gewalt betroffenen Frauen 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr in mehreren Sprachen unter der bundesweiten Rufnummer 08000 116016 zur Verfügung.
Wer Opfer häuslicher Gewalt ist, kann sich auch an zahlreiche Institutionen im Kreis Offenbach wenden: etwa an das Frauenhaus des Vereins „Frauen helfen Frauen Kreis Offenbach e.V.“, Telefon 06106 13360, die dort angeschlossene mehrsprachige Beratungsstelle, Telefon 06106 3111, oder natürlich direkt an die Polizei unter der Telefonnummer 110.
Wer sich selbst aktiv an der Aktion des Hilfetelefons in den sozialen Medien beteiligen und so das Thema weiterverbreiten möchte, schaut online auf http://hilfetelefon.de/kampagn.../aktionen/schweigen-brechen oder tagt #schweigenbrechen.