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# steffenball   

Veröffentlicht am 20. November 2022

In diesen Minuten beginnt die Fußball-WM in Katar

In diesen Minuten beginnt die Fußball-WM in Katar.


Zwei Heusenstammer werden dabei sein und kritisch berichten: Jan Christian Müller von der Frankfurter Rundschau und der Journalist, Autor und Welterklärer Hartmut Scherzer aus Rembrücken.

Scherzer hatte ich kürzlich ins Haus der Stadtgeschichte eingeladen, um vor Vertreterinnen und Vertretern des Sports in Heusenstamm aus seinem Buch WeltSport zu lesen. Eintracht-Vorstand Axel Hellmann hat über dieses Buch gesagt: „Es ist das Beste, was ich als Potpourri der vergangenen 60 Sportjahre kenne. Es zeigt gekonnt die Macht und Ohnmacht des Sports auf anhand lebendiger Erzählungen.“

Im Gespräch mit Scherzer, Müller und dem Publikum, in dem sich u.a. auch Olympiaturner Willi Jaschek und der mehrfache Bob-Weltmeister und Olympiasieger Carsten Embach befanden, haben wir uns dem großen Sport und der großen Politik gewidmet – und natürlich auch auf #Heusenstamm geschaut.
Denn Heusenstamm ist Sportstadt. Wir haben mit RKH einen Rugby-Bundesligisten, sind oder waren beispielsweise beim Turnen, Tischtennis und Schach weit oben dabei, sind im Breitensport von Fußball über Tennis bis zum Rehasport in beiden Stadtteilen breit aufgestellt.
Doch der Sport auch in unserer Stadt ist – um mal im Bild zu bleiben – angeschlagen.
Corona hatte mit noch heute zu spürenden Folgen vielerorts Training und Spielbetrieb lahmgelegt.
Schulsport ist ausgefallen.

Jetzt ist Energiekrise. Und wieder besteht Sorge in den Vereinen, dass der Sport geopfert wird - Blackout auf den Fußballplätzen, in den Sporthallen, in den Schwimmbädern, in den Stadien… Michaela Röhrbein, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sport Bund (DOSB), sagt dazu „Die gesellschaftliche Auswirkungen wären verheerend.“
Ich teile ihre Ansicht. Der Sport darf nicht wieder leiden. Und er soll es auch nicht in Heusenstamm. Der Magistrat hat bewusst auch jetzt noch in Infrastruktur investiert, beispielsweise Flutlichter repariert, damit Sport getrieben werden kann.
Wir lassen die Hallen offen.

Für das kommenden Jahr stehen über 200.000 € zur Ertüchtigung der Flutlichtanlagen mit LED im Haushalt.
Wir werden die Umkleiden in Martinsee sanieren.
Ein Sportentwicklungsplan ist in Vorbereitung.
Mit diesem vom Parlament beschlossenen Papier müssen sich meines Erachtens nach wichtige Ziele für die Sportstadt Heusenstamm ableiten:
Wir müssen abschätzen und planen, wie wir den Vereinssport unterstützen und wie wir öffentliche Plätze zum Sport schaffen für vereinsungebundenen Sport.
Schon jetzt müssen wir an das Jahr 2026 denken – da kommt der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Grundschulen und mit ihm die Frage: Wie kriegen wir weiterhin unsere Kleinen in die Vereine, zum Sport?

Welche völlig neue Rolle haben möglicherweise Sportvereine in Zukunft – zum Beispiel bei der Nachmittagsbetreuung für Schulkinder?
Die Frage der Zukunftsfähigkeit einer Stadt hat immer auch etwas damit zu tun, wie gesund sie ist. Hier kommt dem Sport eine maßgebliche Rolle zu.

Eine Auswirkung von sportlichen Aktivitäten ist - Stadtgesundheit. Daran möchte ich gerne mit Politik, Verwaltung, den Verantwortlichen in den Vereinen, Expert*innen in unserer Stadt und allen Bürgerinnen und Bürgern gemeinschaftlich arbeiten.


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